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Berlin - Mit zunehmendem Alter wächst der Anteil der allein lebenden Senioren. Vor allem Frauen - 60 Prozent der über 75-Jährigen - leben im Alter allein. Dennoch ist die Bindung Älterer an Partner und Familie in der Regel groß, wie eine aktuelle GfK-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt. Jeder zehnte Senior über 55 Jahren sorgt selbst für pflegebedürftige Eltern oder Partner.

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Gesundheitsreform belastet freiwillig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Versicherungs Kammer Bayern   
Mittwoch, 27. August 2008 um 10:43
Genaue Beitragslast im Jahr 2009 nicht absehbar

Der Blick auf den Beitragsbescheid der gesetzlichen Krankenkasse wird freiwillig Versicherten im kommenden Jahr wie ein Griff in die Geldbörse vorkommen: Denn durch die Gesundheitsreform werden sie überproportional belastet und müssen mit Mehrbeiträgen von bis zu 25 Prozent rechnen.

 

Der Beitrag für freiwillig gesetzlich Versicherte wird durch drei Faktoren nach oben getrieben:

  • Der Beitragssatz wird voraussichtlich auf 15,6 Prozent steigen – die günstigste gesetzliche Krankenkasse liegt heute bei 13,3 Prozent. „Allein dadurch steigt der Höchstbeitrag von rund 478 Euro auf knapp 562 Euro im Monat“, so Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied der Krankenversicherer der Versicherungskammer Bayern (Bayerische Beamtenkrankenkasse AG, Union Krankenversicherung AG).

  • Eine gesetzliche Krankenkasse darf außerdem ab 2009 einen Zusatzbeitrag von bis zu einem Prozent der Beitragsbemessungsgrenze erheben, wenn sie mit den Mitteln aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommt. Bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 50.000 Euro bedeutet dies eine monatliche Zusatzbelastung von knapp 36 Euro (ein Prozent von 43.200 = 432,00 Euro im Jahr = 36,00 Euro/Monat).

  • Es kann aber noch teurer werden: Denn der Gesetzgeber entscheidet erst im November über die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für 2009. So ist seit 1970 der durchschnittliche Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung von 8,2 auf 13,9 Prozent gestiegen (+ 69 Prozent); im gleichen Zeitraum hat sich die Beitragsbemessungsgrenze aber von 614 Euro auf 3.600 Euro mehr als verfünffacht (+ 586 Prozent).


Private Vorsorge empfohlen

Empfehlung daher für freiwillig gesetzlich Versicherte: ein Wechsel in die private Krankenversicherung. „Sie ermöglicht hochwertige medizinische Leistungen und bietet kalkulierbare Beiträge, die nicht vom Gehalt abhängig sind“, so Manuela Kiechle. Freiwillig Versicherte können ihren gesetzlichen Schutz in diesem Jahr noch bis zum 30. September kündigen und zu einem privaten Anbieter wechseln.

Grafik: Der Höchstbeitrag für freiwillig gesetzlich Versicherte wird durch die Gesundheitsreform stark steigen. Im günstigsten Fall zahlt ein Versicherter zurzeit rund 478 Euro im Monat – im kommenden Jahr können es fast 600 Euro sein.

Versicherung Kammer Bayern 

 
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